head
Leitbild

Das Konzept basiert auf einem humanistischen Menschenbild und orientiert sich an den Grundannahmen der humanistischen Psychologie und Pädagogik nach Rogers.

Die Anleiter_innen der Gruppe haben ein Grundvertrauen in die Ressourcen und Selbstentwicklungskräfte von Menschen. Sie glauben an die Fähigkeiten der Teilnehmenden und begleiten sie wertschätzend durch die Projekte.

Das Konzept folgt Rogers Gedanken zu „Lernen in Freiheit“, welches postuliert, dass erfolgreiches Lernen nur gelingen kann, wenn ein Klima, das freiheitliches Lernen ermöglicht, gewährleistet wird. Während der Durchführung der Projekte wird ein Stück Freiheit in der institutionell bedingten Unfreiheit kreiert. Von den Anleiter_innen fordert dieses Prinzip folgende Haltungen:



Echtheit, Kongruenz, Unverfälschtheit

Als Anleiter/-in Mensch zu sein bedeutet, keine professionellen Programme „abzuspulen“, sondern erfahrbar zu sein, auch wenn das bedingt, streitbar zu sein und angreifbar zu werden.



Akzeptieren, Anteil nehmen, Wertschätzen

Die Teilnehmenden und ihre Themen werden als das wahrgenommen, was sie sind: junge Menschen, die noch einen weiten Weg und ein großes Stück Entwicklung vor sich haben. Sie erkennen dabei die jungen Menschen in ihrer besonderen Situation und mit ihrer individuellen Persönlichkeit an.




Einfühlsames Verstehen

Die Anleiter_innen zeigen echtes Interesse an den Teilnehmenden, sprechen mit ihnen über ihre Themen, lachen gemeinsam und haben Spaß miteinander.
Auf die speziellen institutions- sowie entwicklungsbezogenen Gegebenheiten wird in hohem Maße eingegangen, indem in den Programmen Erkenntnisse verschiedener Kriminalitätstheorien berücksichtigt werden - besonders der Lerntheorien und des Etikettierungsansatzes. Die Zeit in einer Jugendstrafanstalt soll dazu genutzt werden, durch Projekte oder andere Angebote, erwünschte Verhaltensweisen zu erlernen und zu festigen.